Der Begriff âFrameworkâ, der sich am ehesten mit âRahmenkonstruktionâ ĂŒbersetzen lĂ€sst, wird besonders oft im Zusammenhang mit dem Content Management-System WordPress verwendet.Â
Dabei gibt es Frameworks nicht nur fĂŒr WordPress, sondern eigentlich ĂŒberall, wo Codes programmiert oder verwendet werden. Sie dienen dem Webentwickler bzw. Webdesigner als GerĂŒst zum Programmieren und erleichtern ihm so die Arbeit. Das Framework selbst ist jedoch kein Programm, sondern â um beim Bild zu bleiben â lediglich ein Rahmen, der verschiedene (Programm-)Inhalte fassen, strukturieren und ansprechend prĂ€sentieren kann.
Jeder Programmcode besteht aus zahlreichen Einzelelementen, die wie kleine Bausteine zu einem Ganzen zusammengesetzt werden. Mit der Nutzung eines Frameworks geht das schneller und leichter. Weil der vorgefertigte Programmierrahmen eine umfangreiche Sammlung von Grundelementen und Funktionen mitbringt, mĂŒssen diese nicht immer wieder neu programmiert werden, sondern stehen dem Entwickler im Framework zur VerfĂŒgung und lassen sich nach Bedarf und Belieben nutzen. Die praktische Vorprogrammierung umfasst u. a. immer wiederkehrende AblĂ€ufe und Aufgaben sowie Norm-Schnittstellen zu Datenbanken und anderen Quellen, die hĂ€ufig angesprochen werden. Zu den Klassikern unter den Framework-Komponenten zĂ€hlen Schriften (Typografien), vordefinierte Rasterungen (Gridsysteme), jQuery- oder Javascript-Bibliotheken und Standard-CSS-Klassen.
GĂ€ngige Frameworks und ihre Funktionen
Eins der bekanntesten und meistverwendeten Frameworks ist .NET Framework, das GerĂŒst fĂŒr Microsoft-Anwendungen. Zum Erstellen dynamischer Internetseiten gibt es verschiedene Web-Frameworks, z. B. WordPress Theme Frameworks, Javascript Frameworks oder Plugin Frameworks. Besonders beliebt sind âAllrounderâ wie jQuery oder Bootstrap (ein CSS-Grid-Framework), die eine Vielzahl gĂ€ngiger Funktionen oder Systeme âaus einer Handâ bereitstellen und Entwicklern so eine Menge Arbeit sparen können.
Allerdings ist das Framework mit den meisten möglichen Komponenten â oder ĂŒberhaupt ein Framework â nicht automatisch die beste Lösung fĂŒr jede Website. Denn meist wird nur ein Teil der mitgebrachten Funktionen benötigt. ĂberflĂŒssiges kann zwar deaktiviert werden, doch der ungenutzte Code ist dann wie ein Sack Ballast, der nicht einfach abgeworfen werden kann. Das gilt auch fĂŒr die prominenten WordPress Theme Frameworks: Jede Funktion, ob aktiviert oder nicht, muss im Code âmitgeschlepptâ werden, und zu viel Ungenutztes kann die Effizienz der Seite verringern.
WordPress Frameworks sinnvoll einsetzen
WordPress Theme Frameworks warten oft mit riesigen Funktionssammlungen auf. Die Komponenten können per Drag and Drop im Admin-Bereich (Dashboard/ Editor) zu einem individuellen Theme zusammengebastelt werden â intuitiv, schnell und auch ohne Programmierkenntnisse. Funktionen fĂŒr allerlei Erweiterungen â z. B. Slider, weitere BildgröĂen, Designanpassungen oder Umfragen â sind ebenfalls bereits im Framework enthalten und lassen sich jederzeit mit minimalem Aufwand aktivieren oder integrieren. Das klingt verlockend, doch das Risiko, die Seite mit haufenweise ĂberflĂŒssigem und Ungenutztem vollzustopfen und zu beschweren, ist hoch.
Vor dem Einsatz eines Frameworks sollten die Vor- und Nachteile daher immer gut abgewogen werden. FĂŒr AnfĂ€nger, zum Ausprobieren oder fĂŒr Selbstbastler ohne Programmierkenntnisse ist das Framework eine tolle Sache. Doch auf lange Sicht ist es immer besser, nur die Komponenten zu integrieren, die wirklich gebraucht werden â auch, wenn das bei der Seitenerstellung mehr Aufwand bedeutet und Fachkenntnisse erfordert. Ein optimiertes WordPress-Theme vom Webdesigner ist frei von unnötigem Ballast â und bleibt es auch, wenn die Seite spĂ€ter gezielt und individuell erweitert oder angepasst werden soll.














