Auch im Internet ist Veränderung die einzige Konstante. Trends beim Webdesign kommen und gehen: Manche halten sich länger und gelten daher als „zeitlos“ und zukunftssicher. 

Andere entpuppen sich als Fehlanzeige – etwa, weil sie mit dem technischen Fortschritt, dem Zeitgeist oder den Nutzeranforderungen nicht Schritt halten konnten. Lies hier, was sich in puncto Webdesign bewährt hat und worauf Du Dich (auch) im neuen Jahr freuen kannst.

Das war der Renner, der Burner, der Hype: Rückblick auf 2017

Der wichtigste Trend im 2017er-Webdesign waren Animationen. Immer mehr Seitenbetreiber wollen ihren Gästen, Nutzern und Kunden Videos anbieten: für Produkt- und Leistungsbeschreibungen, zur Unternehmensvorstellung, Werbung und gezielten Neukundengewinnung. Die enorme Popularität und Reichweite, die ein gutes Video allein durch Teilen, Liken und Weitersagen der Zuschauer bringt, wird natürlich auch gern mitgenommen.

Damit eng verwandt ist der Trend zu Illustrationen, die ebenfalls auf mehr Sinnesanreize, Emotionalität und Interaktivität abzielen, und der zum Storytelling, also dem Präsentieren, Erklären und Werben mit gut aufgebauten Geschichten. Um den „Erlebe-eine-Geschichte-Effekt“ auf einer Website optisch umzusetzen, bauten viele Webdesigner Parallax Scrolling: Große Hintergrundbilder, die sich als „Roter Faden“ beim Scrollen in unterschiedlichem Tempo zu Schriften, Texten und anderen Seitenelementen bewegten.

Außerdem war 2017 ein gutes Jahr für Flat Design, also Webdesign mit flachen (zweidimensionalen) und minimalistischen Gestaltungs- und Bedienelementen. Das passte auch wunderbar zum ungebrochenen Siegeszug der Emojis, Kurzbotschaften, Memes und sogenannten Mikrointeraktionen – sie alle sollen Internetaktivitäten, z. B. das Übertragen von Inhalten und Botschaften, noch schneller, einfacher und effizienter machen.

Neuer Stern oder absteigender Ast?

Von den Trends des letzten Jahres werden Videos, Storytelling, Illustrationen und allgemein mehr Interaktion auf jeden Fall erhalten bleiben und wahrscheinlich an Stärke noch zunehmen. Alles, was dazu beiträgt, dass Nutzer schnell etwas fühlen, glauben, wollen und tun, anstatt zu warten, zu suchen, zu zweifeln oder sich zu langweilen, ist und bleibt modern.

Dem puristischen, abstrakten Flat Design laufen allerdings schon seit einer Weile die Fans weg; hier geht der Trend also eher zurück zum Plastischen und Realistischen. Mit dem Begriff „Flat 2.0“ wird aktuell eine dynamischere Variante des Flat Design bezeichnet, bei der wieder mehr mit Schattierungen, 3D-Effekten, Slidern und Hover-Animationen gearbeitet wird. Zudem zeichnet sich ein neuer Trend zur Asymmetrie beim Webdesign ab, z. B. bei der Anordnung der Felder oder Spalten beim sog. Split-Screen-Layout.

Nachdem Alexa, Siri und Cortana in kurzer Zeit viele Nutzer für Pseudointelligenz und „Machine Learning“ im Alltag begeistert haben, könnten Sprachbefehle und Sprachschnittstellen auch für Webmaster und Webdesigner interessant werden. Von den Vorreitern wie Amazon und Google gibt es bereits etliche Anleitungen, Codes und Vorlagen zum Einbau solcher Funktionen in Homepages oder Unternehmensseiten.

… aber erstmal frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Ob und wie sich Internettrends entwickeln, lässt sich zwar absehen und voraussagen, aber nicht vorauswissen. Dazu kommt, dass eine Website nie ausschließlich nach der neuesten Mode erstellt werden sollte. Dazu sind die Ziele, Zielgruppen, Geschmäcker und Gesichtspunkte viel zu verschieden – und außerdem sollen die meisten Internetseiten ja auch keine Webtrends repräsentieren, sondern Menschen, Märkte und Missionen.

Wenn zu Deinen guten Vorsätzen für 2018 das Erstellen oder Überarbeiten einer Website gehört, sind wir gern für Dich da, helfen bei der Planung und sorgen für zeitgemäßes, individuelles und stimmiges Webdesign. Bis dahin wünschen wir allen unseren Kunden, Besuchern und Lesern fröhliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr.