Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit sind bei Instagram angemeldet, mehr als zwei Drittel davon sind Frauen. Für Unternehmen bietet die Plattform also eine große Chance, sich jenseits von Facebook – das aus verschiedenen Gründen als Werbeplattform nicht mehr so gut ist wie noch vor einigen Jahren – im Social Web zu präsentieren und direkt oder indirekt für sich zu werben. Nach aktuellen Schätzungen machen weltweit (nur) rund eine Million Unternehmen aktiv auf Instagram für sich Werbung. Du hast also gute Chancen, mit deinem Business dort aufzufallen.

Instagram in a Nutshell

Wenn du bisher noch nicht auf der Plattform aktiv bist, hier ein kurzer Überblick: Instagram ging 2010 an den Start und wurde vor einigen Jahren von Facebook aufgekauft. Die Nutzung ist für alle kostenlos. Das Geschäftsmodell basiert wie beim Mutterkonzern auf nutzerspezifischer Werbung. Anders als Facebook ist Instagram jedoch vor allem visuell aufgebaut, d. h. es werden vor allem Bilder, kurze Videos und Hashtags präsentiert. Längere Texte finden sich dagegen deutlich weniger.

Aus diesem Grund ist Instagram optimal für alle Unternehmen, die etwas Vorzeigbares produzieren oder verkaufen. Ob amtliche Burger oder Street Food, tolle Klamotten, Accessoires, Möbel oder Beauty: Wenn du von deinen Angeboten schöne Fotos machen kannst, ist Instagram ein toller Ort, um sie einer wachsenden Zuschauerzahl zu präsentieren.

Aller Anfang ist leicht

Als Neuling solltest du zunächst mit einem privaten Account starten und so die Plattform, deine Zielgruppe und ggf. dort aktive Wettbewerber kennenlernen. Lade dir die für Android und iOS erhältliche App herunter, erstell einen Account und schau dich um. Lass dir Zeit, lass dich treiben und inspirieren. Dabei solltest du dich auch intensiver mit deinen Wettbewerbern beschäftigen und genau darauf achten, welche besonders viele Follower haben und Kommentare erhalten. Denn die machen offenbar einiges richtig und können dir daher als Vorbild dienen.

Danach kannst du ein neues Profil für dein Unternehmen anlegen, das du nach der Einrichtung in ein kostenloses Business-Profil umwandelst. Du kannst dein Instagram-Profil mit Facebook koppeln, musst aber nicht – für die Anmeldung reicht auch die Angabe einer E-Mail. Deine Selbstbeschreibung ist mit 150 Zeichen eher knapp gehalten. Dafür kannst du noch deine Kontaktdaten angeben (Website, Telefon, E-Mail), was es deinen potenziellen Kunden leichter macht, dich direkt zu kontaktieren. Alles speichern, und dein Profil ist fertig. Und leer.

Nun gilt es, den Raum zu füllen. Und zwar mit sinnvollen, ästhetisch ansprechenden Fotos und kurzen Beschreibungstexten. Achte auf eine ausreichend hohe Bildqualität und darauf, Privates und Geschäftliches nicht zu vermengen. Präsentiere dich, dein Business, deine Produkte und Angebote – und zwar so, wie es deine Kunden erwarten. Zeig Profil als Profi. Dazu gehört auch, dass du dein Corporate Design sowohl im Profil als auch bei den einzelnen Posts beachtest, immer das gleiche Bildformat nutzt und Hashtags sinnvoll vergibst. Und regelmäßig Neues veröffentlichst: Ein paar Posts pro Monat sollten es schon sein, damit du im Gespräch bleibst. Und vergiss nicht, dein neues Instagram-Profil auch in deiner Mailsignatur, auf deiner Website und auf anderen Kanälen zu verlinken, um mehr Bekanntheit und Reichweite zu erzielen.