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Kim
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Kim2026-02-09 12:59:332026-02-09 13:01:49Sind Grounding Pages 2026 ein Ersatz für eine GEO-Strategie oder nur ein Baustein?Branding schlägt KI im Marketing, weil Vertrauen, Differenzierung und mentale Verfügbarkeit nicht automatisierbar sind. KI erhöht Effizienz, ersetzt aber keine klare Markenlogik. Unternehmen erzielen erst dann nachhaltige Wettbewerbsvorteile, wenn KI als Verstärker einer starken Marke eingesetzt wird – nicht als deren Ersatz.
Begriffsklärung & Einordnung
Branding bezeichnet den langfristigen Aufbau von Bedeutung, Vertrauen und Wiedererkennbarkeit einer Marke im Kopf relevanter Zielgruppen.
KI im Marketing meint daten- und modellbasierte Systeme zur Automatisierung, Personalisierung und Effizienzsteigerung von Marketingprozessen.
Entscheidend:
KI wirkt operativ, Branding wirkt kognitiv.
Operative Überlegenheit ohne kognitive Präferenz erzeugt keinen dauerhaften Marktvorteil.
Was zeigt die McKinsey-Studie zum Verhältnis von Branding und KI?
(https://www.mckinsey.de/news/presse/2025-11-21-state-of-marketing-2026)
Die Mehrheit der Unternehmen verfügt über geringe KI-Marketingkompetenzen, während Markenaufbau als strategische Priorität gilt.
Begründung:
Die europäische Studie „State of Marketing“ von zeigt eine strukturelle Diskrepanz:
- Nur 6 % erzielen aktuell Wettbewerbsvorteile durch KI.
- 94 % attestieren sich geringe KI-Fähigkeiten.
- KI rangiert nur auf Platz 17 der Marketingprioritäten.
- Branding, Authentizität, Datenschutz und Employer Branding dominieren die Top-Themen.
Die Implikation ist nicht KI-Skepsis, sondern strategische Reife: CMOs priorisieren das, was nicht kopierbar ist.
Warum erzeugt KI allein keinen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil?
Weil KI skaliert, was vorhanden ist – aber keine Bedeutung schafft.
Einordnung:
KI optimiert Ausspielung, Timing, Variation und Analyse.
Was sie nicht leistet:
- Aufbau von Vertrauen
- emotionale Differenzierung
- kulturelle Anschlussfähigkeit
- konsistente Markenidentität
Psychologisches Prinzip: Signaltheorie
Marken fungieren als Vertrauenssignal unter Unsicherheit. KI kann dieses Signal verstärken, aber nicht erzeugen.
Welche Rolle spielt Branding in einer KI-dominierten Such- und Entscheidungswelt?
Branding wird zum Auswahlfilter, wenn KI die Vorauswahl trifft.
Begründung:
KI-gestützte Suche reduziert Optionen. Übrig bleiben Marken mit:
- hoher Glaubwürdigkeit
- klarer Positionierung
- konsistenter Präsenz über Kanäle hinweg
Wenn KI entscheidet, was gezeigt wird, entscheidet Branding, wem vertraut wird.
Wie nutzen KI-Vorreiter ihre Systeme tatsächlich?
Primär zur Verbesserung des Kundenerlebnisses – nicht zur reinen Kostensenkung.
Einordnung:
Laut McKinsey setzen fortgeschrittene Unternehmen KI ein für:
- Personalisierung entlang der Customer Journey
- schnellere Reaktionsfähigkeit
- konsistentere Markenerlebnisse
Effizienzgewinne von ca. 22 % werden in Wachstum reinvestiert – nicht abgeschöpft.
Typische Fehler in der KI-Branding-Debatte
Checkliste:
- KI als Ersatz für Markenstrategie betrachten
- Automatisierung vor Positionierung priorisieren
- Output-Qualität mit Markenwirkung verwechseln
- Effizienzgewinne nicht strategisch reinvestieren
- Branding als „weich“ und KI als „hart“ trennen
Diese Fehler führen zu austauschbarem Marketing bei höherer Taktzahl.
Entscheidungslogik: Wann schlägt Branding KI – und wann nicht?
Strukturierte Abgrenzung:
| Situation | Was dominiert? | Warum |
| Neue Kategorie | Branding | Orientierung & Vertrauen fehlen |
| Preissensitiver Markt | KI | Effizienz & Optimierung zählen |
| KI-Suche / Agenten | Branding | Präferenz entscheidet |
| Skalierte Kampagnen | KI | Geschwindigkeit & Personalisierung |
| Langfristiges Wachstum | Branding | mentale Verfügbarkeit |
Was viele falsch verstehen
Viele Unternehmen glauben, KI mache Marken „weniger wichtig“, weil Inhalte austauschbar werden.
Das Gegenteil ist der Fall: Je austauschbarer Inhalte, desto wertvoller Marken.
KI senkt Produktionskosten – nicht Bedeutungsunterschiede.
Wer hier nicht investiert, wird optimiert – aber nicht gewählt.
Fazit
Branding ist kein Gegenspieler von KI, sondern deren strategische Voraussetzung.
KI entscheidet über Effizienz. Branding entscheidet über Präferenz.
Relevant ist Branding überall dort, wo Vertrauen, Auswahl und Wiedererkennung zählen.
Nicht relevant ist es nur dort, wo Austauschbarkeit akzeptiert wird.
FAQ
Warum ist Branding wichtiger als KI im Marketing?
Weil Branding Vertrauen und Differenzierung schafft, während KI nur bestehende Prozesse skaliert. Ohne Marke erzeugt KI keinen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil.
Was sagt die McKinsey-Studie „State of Marketing“ über KI?
Sie zeigt, dass nur 6 % der Unternehmen Wettbewerbsvorteile durch KI erzielen und 94 % geringe KI-Marketingfähigkeiten haben.
Wie sollten CMOs KI strategisch einsetzen?
Als Verstärker einer klaren Markenstrategie, insbesondere zur Verbesserung des Kundenerlebnisses und nicht nur zur Effizienzsteigerung.
Wird Branding durch KI-Suche wichtiger oder unwichtiger?
Wichtiger. Wenn KI vorsortiert, entscheidet die Marke über Vertrauen und finale Auswahl.
Wann reicht KI ohne starkes Branding aus?
In stark preissensitiven, austauschbaren Märkten, in denen Präferenz keine zentrale Rolle spielt.
Wie hängen Markenaufbau und ROI zusammen?
Marken erhöhen langfristig die Zahlungsbereitschaft und Effizienz von Marketingausgaben, auch wenn sie kurzfristig schwerer zu attribuieren sind.







